Chronik
Die Entwicklung der "Alten Dorfschule"
1727
Bau des ersten Schulhauses am Dorfanger, vermutlich ein Lehmbau mit Strohdach.
1810
Ein Brand zerstörte das Gebäude.
1812
Es entstand ein Fachwerkbau mit Ziegeldach nebst Kuh-und Schweinestall mit einer Schulstube für 20 bis 30 Schüler sowie eine Lehrerwohnung
1864
Die Schülerzahl betrug inzwischen 69 Kinder. Bei nur 42 Plätzen fand der Unterricht in zwei Abteilungen statt
1878
Der Maurermeister Liesegang aus Altlandsberg begann mit dem Bau einer neuen Zweiklassenschule.
1879
Am 4. November wurde der Backsteinbau als neues zweistöckiges Schulhaus eingeweiht. Die Nordseite war einstöckig mit zwei Klassenräumen ausgeführt, wobei der vordere RaumPlatz für 80 und der hintere Raum Platz für 73 Kinder bot. Die zweistöckige Südseite des Schulhauses enthielt unten die Küsterlehrerwohnung und oben eine zweite Lehrerwohnung. (Baukosten:19.321,62 Mark.)

1903
Die Schülerzahl wuchs auf 270 Kinder und machte vier Lehrerstellen erforderlich
1. Lehrer: Emil Sielaff – Hauptlehrer
2. Lehrer: Paul Wolf
3. Lehrer: Paul Tramp
4. Lehrer: Georg Ziechert
1907
Der Anstieg der Schülerzahl auf etwa 400 Kinder in sieben Klassen erforderte eine Schulhauserweiterung (Verlängerung am Südende). Für die Schaffung neuer Unterrichtsräume nutzte man die zweite Lehrerwohnung.
1911
Paul Mirsch wurde als Rektor der Schule eingesetzt.
1913
Am 26. September erfolgte die Einweihung der neuen Schule, genannt „Volksschule“ (heutige Goethe-Schule in der Rathausstraße).
1914
Die Schule wurde während des l. Weltkrieges ihrem Zweck entfremdet und auch als Sammelstelle für Altmaterial genutzt.
1917
Die Gemeindeverwaltung nutzte bis 1925 die unteren Räume der Schule.
1920
Fünf Gruppen der 13 Klassen der Volksschule wurden in der Alten Schule unterrichtet – sogenannte „Doppelschule“.
1930
In diesem Jahr wurde ein Fahrradschuppen angebaut.
1945
Am 15. Mai begann mit 864 Kindern wieder der Unterricht in der Alten Schule.

1948
Im Herbst übernahm die Berufsschule das Gebäude der Alten Schule.
1949
Am 26. September erhielt die Berufsschuleden Namen Bruno-H.-Bürgel-Schule.
1959
Die Goethe-Oberschule in der Rathausstraße übernahm das Gebäude der Alten Schule als Haus 2.
1992
Nach der Wiedervereinigung wurde aus der Goethe-Schule erneut eine Grundschule.
Die Alte Schule hatte nun als Schulgebäude „ausgedient“.
Das Gebäude stand leer und verfiel zusehends.
Nutzung der ehemaligen Dorfschule durch die Reha-Einrichtung des Internationalen Bundes (IB), dem heutigen Förder- und Integrationszentrum
1995
Unterzeichnung einer Vereinbarung mit der Gemeinde Neuenhagen zur Nutzung desHauses durch den Internationalen Bund.
1995/1996
Die Alte Dorfschule wurde von den Auszubildenden und den Ausbildern des IB durch umfangreiche Sanierungsarbeiten für die Eröffnung vorbereitet.
Die Gemeindevertretung beschloss die jährliche finanzielle Unterstützung für die Generationen übergreifende soziokulturelle Arbeit.

1996
Am 13. September übergab der Bürgermeister von Neuenhagen, Klaus Ahrens, das Haus an Monika Kaufmann, Leiterin der Reha-Ausbildungsstätte des IB.
Das Ausbildungs- und Freizeithaus ARCHE öffnete mit einem tollen Fest
Von nun an wurde das Haus für die Ausbildung von Fachkräften und Fachgehilfen im Gastgewerbe, und einzelne Räume zur Unterrichtsdurchführung vom Oberstufenzentrum Strausberg genutzt.
Zeichenzirkel, Keramikzirkel, Flugmodellbau, Fotozirkel und ein Fitnessraum wurden für die offene Kinder- und Jugendarbeit eingerichtet. Viele Neuenhagener Bürgerinnen und Bürger nutzten die ARCHE, um sich vom Können der Auszubildenden zu überzeugen, indem sie ihre Feste und Feiern im Ausbildungsrestaurant durchführten
1997
Die Sommerwindkonzerte (heute Live-Musik) begannen u. a. mit Gundermann & Seilschaften sowie Dirk Zöllner.

1998
Vier ABM-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nahmen in der ARCHE eine Tätigkeit auf und sichern damit durchgehende Öffnungszeiten.
Es setzte eine finanzielle Unterstützung durch das Jugendamt Märkisch Oderland (MOL) ein.
Ministerpräsident Manfred Stolpe war zum ersten Mal Gast des Hauses.
1999
Die Hausfassade sanierten wiederum vorwiegend die Auszubildenden und Ausbilder der Reha-Einrichtung des IB.
Auf dem Hof der ARCHE fand der erste Weihnachtsmarkt statt.
2000
Es begann die inzwischen traditionelle Veranstaltungsreihe Gespräche über Deutschland mit der Radsportlegende „Täve“ Schur und dem Olympiasieger Klaus Köste.
Es folgten solche Persönlichkeiten wie:
Regine Hildebrandt, Rainer Eppelmann, Wolfgang Gerhardt, Gregor Gysi, Marieluise Beck, Wolfgang Thierse, Friedrich Merz, Cornelia Pieper, Hans-Christian Ströbele, Lothar Bisky, Wolfgang Huber, Joachim Wolff, Dagmar Enkelmann, Franz Mangelsdorf, Matthias Platzeck, Laurenz Meyer, Andreas Pinkwart, Krista Sager, Petra Pau, Walter Momper, Jörg Schönbohm, Manfred Stolpe u.v.a.
Die Karawane 2000 wurde durch die ARCHE mitgestaltet. Höhepunkt war ein großes Fest auf dem Gelände der Ziegelstraße.

2001
Der Hof wurde von Grund auf saniert.
Mit finanzieller Unterstützung von SPD, PDS, CDU, FDP, Bündnis 90/Grüne und dem BG Neuenhagen fand erstmals ein Maifest auf dem Hof der ARCHE statt.
2002
Behinderte Jugendliche aus Polen, Litauen, Italien und Deutschland veranstalteten im Rahmen eines internationalen Jugendcamps „Ein Haus für Europa“ ein Sommerfest auf demHof.
Im September wurde unter Teilnahme des Indischen Botschafters Rangachari einmodernes Internetcafe eingeweiht. Der Frauenverein der Indischen Botschaftspendete 10.000 DM

2003
Im März öffnete die 25. Treppenhausgalerie. Ministerpräsident Matthias Platzeck war erstmals zu Gast in der ARCHE.
2004
Im Januar besuchte der polnische Botschafter Dr. Andrzey Byrt die ARCHE.
Die ehemalige Dorfschule, das heutige Ausbildungs- und Freizeithaus ARCHE feierte am 4. November den 125. Jahrestag seiner Entstehung. Gäste waren u. a. Justizministerin Beate Blechinger und Bildungsminister Holger Rupprecht.
Der 175tausendste Besucher seit September 1996 wurde in der ARCHE begrüßt.
2005
Neujahrsempfang in allen Räumen der ARCHE für die Gemeinde zum Auftakt desJubiläumsjahres 775 Jahre Neuenhagen.
